Altmühlfranken 2030 geht an den Start – Zukunftsreise zu Beginn mit digitalen Zukunftstalks geplant

„Altmühlfranken 2030“. So heißt der Entwicklungsprozess für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, der bereits im vergangenen Jahr durch Landrat Manuel Westphal angestoßen wurde. In einem Workshop mit dem Kreistag am 26. April konnten nun erste Ideen gemeinsam mit den Kreisräten entwickelt werden. „Wir wollen mutig vorangehen und uns weiterentwickeln und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Mandatsträgern und den Unternehmen über unsere Zukunft diskutieren“, fasste Landrat Manuel Westphal das Anliegen und den breiten Ansatz zum Mitmachen zusammen. Als Blaupause für die weiteren Veranstaltungen kann der Kreistagsworkshop dienen, der erstmals als Video-Meeting stattfand, was von den Teilnehmern als „durchaus praktikabel und gewinnbringend“ gegenüber einer Präsenzveranstaltung eingeschätzt wurde.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation muss nämlich zunächst in digitaler Form (weiter-)diskutiert werden. Mehrere „Zukunftstalks“ sind dazu geplant, die für alle Interessierten offen sind und jeweils ein konkretes Zukunftsthema im Fokus haben. Da durch den Lockdown immer mehr Städter davon träumen, aufs Land zu ziehen und man für den Landkreis durchaus Potential sieht, junge, gut ausgebildete Städter anzulocken, wurde in der Zukunftsdiskussion mit den Kreistagsmitgliedern herausgearbeitet, dass sich der erste Zukunftstalk am 20. Mai zum Thema Daseinsvorsorge und  Nahversorgung auch mit der Attraktivität der Dörfer beschäftigen soll. Auch das Dilemma, dass die Nachfrage nach Bauland zwar groß ist, freie Bauplätze jedoch fehlen oder nicht zur Verfügung stehen bis hin zu dem Ziel, die Dorfkerne zu erhalten, wird hier eine Rolle spielen. Ebenso wichtig sind heutzutage schnelles Internet und schnelle Bahn bzw. S-Bahnschlüsse, wo jetzt die Weichen gestellt werden müssten, war eine Meinung.

Geplant ist auch, im Rahmen der Zukunftstalks Videoclips mit Botschaftern aus der Region einzubinden, also zum Beispiel einer Bürgermeisterin, einem Landwirt oder der Betreiberin eines Dorfladens, die das Zukunftsthema aus ihrer Sicht anschaulich machen. „Altmühlfranken 2030 ist als Zukunftsreise konzipiert und unser Reisegepäck besteht aus einem blauen Koffer, der in allen 27 Gemeinden Station macht, damit alle Bürgerinnen und Bürger mitmachen können“, erklärte die Moderatorin Ulrike Lilienbecker, die mit ihrem Büro für Geographie und Kommunikation mit der Begleitung des Zukunftsprozess beauftragt ist. Und solange kein echtes Treffen auf dem Marktplatz oder im Gemeindesaal möglich sei, müsse man eben flexibel sein und die neuen technischen Möglichkeiten nutzen, führte sie weiter aus. Wann und wo diskutiert und wie noch mitgemacht werden kann, ist ab sofort auf der Kommunikationsseite www.altmuehlfranken2030.de zu finden. Dort kann man einen Newsletter abonnieren, um einen Zugangslink für die Zukunftstalks zu bekommen und um generell auf dem Laufenden zu bleiben.

Für alle, die es lieber klassisch mögen, gibt es eine Postkarte, auf der man Fragen zur Zukunft des Landkreises beantworten kann. Und für die Jugendlichen ist ein Kreativ-Wettbewerb in Vorbereitung, der mögliche Zukunftsvisionen prämiert, die per Videobeitrag, Poetry Slam oder Aufsatz eingereicht werden können. Dabei soll der Kreisjugendring eingebunden werden.

Im Spätsommer sollen die Diskussionsergebnisse dann in einer Zukunftskonferenz mit Projektwerkstatt zusammengefasst werden. Den Abschluss wird eine Kreistagssitzung im 4. Quartal bilden, in der das Zukunftspapier Altmühlfranken 2030 verabschiedet wird.

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